Die jüdischen Studierenden der Akademie der bildenden Künste Wien 1848-1948
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Word Count
72,250 words, Guess
Page Count
289 pages
Identifiers
- ISBN-103339108846
- ISBN-139783339108845
- OCLC Control Number1105590424
- Open LibraryOL44092073M
Classifications
- DDC700
- LCCN332.A93 V543 2019
Description
Die Akademie der bildenden Künste Wien nahm in der Zeit von 1848 bis 1948 eine große Zahl an jüdischen Studierenden auf, deren genaue Größe bislang unbekannt geblieben war. Erstmals konnte diese erhoben werden und ergab an die 500 Studierende jüdischer Konfession oder aus einem jüdischen Elternhaus stammend. Einige Künstler waren bekannt, viele hingegen nicht. Frauen wurden erst ab 1920 zu Künstlerinnen ausgebildet und sind daher fast völlig unbekannt. Ab 1938 wurden jüdische Studierende ausgegrenzt und viele angehende Künstlerinnen und Künstler mussten sehr rasch die Akademie ohne ihre Ausbildung beendet zu haben verlassen. Jene jüdischen Studierenden, die vor dem 1. Weltkrieg ihr Studium an der Akademie abschließen konnten, machten hervorragende Karrieren wie Carl König, Wilhelm Stiassny, Max Fleischer oder Jakob Gartner. Diejenigen Studierenden, welche die Akademie während oder nach dem 1. Weltkrieg beendeten, verließen Wien in Richtung Frankreich wie Walter Bondy, Emil Krauss oder Joseph Floch, um dort zu künstlerischer Entwicklung und einem auf die Kunst ausgerichteten Leben zu finden. Jedoch bereits diese Generation der Absolventen wurde in die Emigration oder in den Tod getrieben. Jene Frauen, die ab 1920 aufgenommen worden waren, erlitten dasselbe Schicksal von Flucht, Deportation und Ermordung wie zum Beispiel Marya Lilien oder Susanne Bánki. l zu viele unbekannte Komponenten gibt, aber es kann Spuren vergangenen Lernens, Lehrens und ausgelöschter künstlerischer Existenz sichtbar machen.
Subjects
Series Statement
- Schriften zur Kulturgeschichte -- Band 56
- Schriften zur Kulturgeschichte -- Bd. 56.
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