Clair-obscur
das Werk von Bruno Heller
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Publication
2019 - Nimbus. Kunst und Bücher, Wädenswil am Zürichsee, Switzerland
Language
German
Word Count
51,750 words, Guess
Page Count
207 pages
Identifiers
- ISBN-103038500631
- ISBN-139783038500636
- OCLC Control Number1141252430
- Open LibraryOL44076116M
Classifications
- DDC700.411
- LCCN7153.H4385 A4 2019
Alternate Titles
- Werk von Bruno Heller
- Bruno Heller
Description
Wie umfangreich Hellers Werk ist und welche Entwicklung es genommen hat, wurde jedoch erst nach dem Tod des Künstlers deutlich: in seinem Nachlass fanden sich weit über tausend Arbeiten in verschiedensten Techniken und aus allen Schaffensphasen. Dabei fällt auf, wie lange es dauerte, bis er seinen eigenen Weg fand. Als Heller Mitte fünfzig war, entdeckte er das kreative Potential einer Maschine, die eigentlich für die Herstellung identischer Repliken erfunden worden war: des Fotokopierers. Plötzlich setzte eine Phase ungeahnter Produktivität ein. Heller experimentierte mit dem Kopierer in jeder erdenklichen Weise, benutzte mit transluziden Folien, bewegte Objekte während des Kopiervorgangs oder veränderte den Lichteinfall, arbeitete mit Mehrfachkopien, Rasterungen und graphischen Strukturen--und schuf aus all dem Collagen von einer völlig neuen Bildsprache: apokalyptisch-phantastische Landschaften, Architektur-Illusionen, gespenstische Bühnenbild-Visionen, Simultan-Szenerien und Mehrfach-Räume. Zunächst nur auf schwarz-weißes Material beschränkt, kam in den 1990er Jahren die Möglichkeiten farbigen Kopierens hinzu. Hellers Kombinationslust ging aber bald über die Collagierung kopierten Materials hinaus; er begann Zeitungsfotos, Postkarten und anderes Bildmaterial in seine Werke zu integrieren, arbeitete mit rhythmisch-repetitiven Motivmustern, erzeugte irritierende Kontrastwirkungen aus der Verbindung des scheinbar Unvereinbaren. Dabei erlebte er noch, wie die Möglichkeiten digitaler Bildmanipulation all dies zu überholen und gleichgültig zu machen drohten. Doch Heller bewahrte bis zum Schluss eine staunenerregende Bildmächtigkeit: das Dekonstruktive, das zuletzt seine Bilder prägte, endet nie in Beliebigkeit oder bloßer Spielerei, sondern ist von eindringlicher Aussagekraft über die Situation unserer Zeit und der Kunst. --Publisher's website.
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