„Ich fuhr den letzten Roheisenzug“
Als Lokomotivführer bei der Ilseder Hütte
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Author
Publication
2008-01-07 - Verlag Carsten Watsack, Ilsede
Word Count
25,000 words, Guess
Page Count
100 pages
Physical Format
Gebundene Ausgabe
Identifiers
- Open LibraryOL60472797M
- ISBN-103935944039
Description
Die Ilseder Hütte feiert im Jahre 2008 ihr 150-jähriges Jubiläum. Zwischen ihrer Gründung 1858, der Schließung des Hochofenwerkes Groß Ilsede im Jahre 1983 sowie dem endgültigen Ende der letzten Betriebsstätten im Jahre 1995 hat sie Generationen von Menschen der Region Peine geprägt. Es gehörte zum Charakteristikum der Ilseder Hütte, dass die hier lebende Bevölkerung eine in der übrigen eisenschaffenden Industrie nicht zu findende starke Verbundenheit zum Unternehmen entwickelt hatte. Die Besonderheit der Hütte war, dass sie bemerkenswerte individuelle Züge aufwies, die sie von anderen Unternehmen der Stahlindustrie in den großen Industrierevieren Deutschlands unterschied. Das Rückgrat der Ilseder Hütte war ein umfangreiches Eisenbahnwesen, das die Szenerie in den Werken und außerhalb bestimmte und die Dynamik erkennen ließ, mit der hier gearbeitet wurde. Da das Ilseder Hochofenwerk und das Peiner Stahlwerk niemals ruhten, ruhte auch niemals der Eisenbahnverkehr. Lokomotivführer Hermann Fricke aus Ilsede (Ölsburg) erlebte diese Zeit hautnah mit. Er begann in den 50er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts als Heizer auf den Dampfloks der Ilseder Hütte. Später war er als Lokführer auf den Dieselloks unterwegs. Er erlebte fast jede Lokomotive und jeden Zug, egal, ob es Erz- und Kohlezüge waren, Roheisen- oder Schlackenzüge oder Güterzüge. Am Tage der Schließung des Ilseder Hochofenwerkes brachte er unter Tränen den letzten Roheisenzug nach Peine. Der Ilseder Verleger und Autor Carsten Watsack legt nach den Veröffentlichungen über die „Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter“ und „Die Eisenbahnen der Ilseder Hütte“ mit diesem Werk sein drittes Buch zum Themenkomplex „Eisenbahnen und heimische Stahlindustrie“ vor. Es erzählt die spannende Geschichte eines Lokomotivführers und lässt die faszinierenden Roheisen- und Schlackenzüge der Ilseder Hütte nochmals auferstehen. Zahlreiche Fotos von Zeitzeugen runden diese Publikation ab.
First Sentence
Dankenswerterweise kam Hermann Fricke meinem Wunsch gerne nach, als ich ihn vor einiger Zeit bat, mir Erinnerungen und Erlebnisse aus seinem Berufsleben zu erzählen.
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