Der Meister von Heiligenkreuz
ein Franzose in Wien um 1400?
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Contributions
- Kunsthistorisches Museum Wien - Contributor
Publication
2019 - KHM-Museumsverband, Wien, Austria
Language
German
Word Count
25,000 words, Guess
Page Count
100 pages
Identifiers
- ISBN-103990201867
- ISBN-139783990201862
- OCLC Control Number1107798745
- Open LibraryOL44347102M
Classifications
- LCCND511.5.M457 M45 2019
Description
Diese Ausstellung in der Kunstkammer vereint erstmalig alle bekannten Werke des sogenannten Meisters von Heiligenkreuz. Das Kunsthistorische Museum bewahrt seit 1926 das namensgebende Tafelbild dieses Malers, der zu den eigenwilligsten und zugleich rätselhaftesten Künstlerpersönlichkeiten aus der Zeit um 1400 in Österreich zählt. Sein aus Stift Heiligenkreuz bei Wien stammendes Diptychon, das erst vor Kurzem umfassend restauriert wurde, zeigt auf den Innenseiten die Verkündigung Mariae und die Vermählung der hl. Katharina. 0Heute in der Kunstkammer ausgestellt, verrät das Werk in der subtilen Ausführung und den graziösen Figuren, dass der heute als Meister von Heiligenkreuz titulierte Anonymus seine Ausbildung im Umfeld der Pariser Hofkunst erfahren haben muss. Von dort scheint der wohl gebürtige Franzose nach Österreich ausgewandert zu sein, denn das Wiener Diptychon wurde auf Brettern aus einer lokalen Eiche ausgeführt. Von der Hand dieses Malers (bzw. seiner Werkstatt?) sind bis heute lediglich vier weitere Arbeiten bekannt, von denen die beiden heute in Cleveland und Washington befindlichen Tafeln mit dem Marientod und dem Tod der hl. Klara ursprünglich wohl vom selben, vielleicht für Böhmen entstandenen Altarretabel stammen. Die unverwechselbare Formensprache des Künstlers zeigt sich schliesslich auch in seinem Täfelchen mit der Vermählung der hl. Katharina (Belvedere) und einem nicht unumstrittenen Diptychon in Basel.00Exhibition: Kunsthistorisches Museum Wien, Austria (26.03. - 23.06.2019).
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