Contributions

  • mit einem Geleitwort von Landesbischof Dr. Fischer - Contributor

Publication

2008 - Geschichtswerkstatt Büdingen

Word Count

25,250 words, Guess

Page Count

101 pages

Identifiers

  • ISBN-139783939454199
  • ISBN-103939454192
  • Open LibraryOL23401817M

Description

www.anton-praetorius.de „Unter denjenigen aber, welche glauben, dass Hexen nicht mit der äußersten Strafe zu versehen seien, ist auch Anton Praetorius ...“ Die Verfolgung von „Hexen“, ihre Folterung und Verbrennung fand nicht – wie häufig angenommen – im Mittelalter, sondern in der „Frühen Neuzeit“ statt, in einer Zeit, in der der Fortschritt in den Naturwissenschaften und neue Entdeckungen das alte Weltbild der Menschen veränderte. Der Höhepunkt der Hexenverfolgungen liegt am Ende des 16. und Anfang des 17. Jahrhunderts. Überall fragten die Menschen, wer an den Katastrophen der Pest, des Klimas und der Hungersnöte schuld sei. Eine beispiellose Suche nach den vermeintlichen Tätern begann. Menschen wurden der „Hexerei“ beschuldigt: sie hätten sich einer geheimen Teufelssekte angeschlossen und Schadenszauber verübt. Besonders in Deutschland wütete der Hexenwahn. Weltliche Gerichte ließen die Beschuldigten foltern, um sie zu Geständnissen zu zwingen und sie dann hinzurichten. In evangelischen wie in katholischen Gebieten brannten die Scheiterhaufen gleichermaßen. Es fällt auf, dass Hexenprozesse in dieser Zeit häufig im Zusammenhang mit Reformationsbemühungen auftraten, hier in der Ysenburgischen Grafschaft Büdingen und Birstein mit der Durchsetzung des reformierten Glaubens in einer vorherig lutherischen Gegend.

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