Eugalla. Stück
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Author
Publication
2010 - Books on Demand GmbH (BoD), Norderstedt
Word Count
26,000 words, Guess
Page Count
104 pages
Physical Format
148 mm x 210 mm
Identifiers
- ISBN-139783000293719
- ISBN-10300029371X
- Open LibraryOL24056393M
Description
VORBEMERKUNG AUS EUGALLA Eugalla. Der Titel des Theaterstücks steht für das Land Eugalla, in dem wir in Europa, in Mitteleuropa, später einmal leben könnten. Es handelt sich dabei um eine auf die Bühne gesetzte Fiktion einer möglichen Zukunft Mitteleuropas, die als staatliche, gesellschaftliche und wirtschaftliche Einheit Eugalla genannt wird. Eugallas Negativ-Zukunft ist eine der möglichen Resultanten der Entwicklungslinien in der mitteleuorpäischen Gegenwart mit ihren politischen u. a. Vereinigungs- und Vereinheitlichungstendenzena auf der Ebene der Europäischen Union. Insofern ist das dramatische Werk sehr politisch. Ein solches Werk entsteht auf der Grundlage einer oder mehrerer Ideen, die ein blühendes Wachstum ermöglichen, das zu einem kreativen Zustand führen soll, der den Verfasser feststellen lassen kann: Es ist ein Theaterstück entstanden. Und dies ist hier der Fall. Als ich mich vor Jahren dazu entschloss, dieses Theaterstück zu verfassen, wusste ich natürlich nicht genau, wie sich die Arbeit daran entwickeln würde. Zugegeben, an sich war und ist dieser Stoff der Negativ-Zukunft als Eugalla weder wirklich originell noch interessiert er, sehr wahrscheinlich, die Masse der Leserschaft, aber ich war zur Durchführung der kreativen Bearbeitung dieses Stoffes entschlossen, weil alles Denken an Zukünftiges für uns als Menschen der Gegenwart von größter Bedeutung ist. Wir kennen das Europa in dem wir leben, es sind individuelle Einflussmöglichkeiten, jedenfalls theoretisch, gegeben. Das Europa im Theaterstück hat hingegen etwas negativ Bedrückendes, das wir – jedenfalls ich – so nicht erleben wollen. Insofern ist es dystopisch. Im Grunde ist kein kreativer und kritischer Gedanke an das, was kommen könnte, also alles Zukünftige, überflüssig. Er sollte gedacht werden; aus ihm können Gestaltungen erwachsen, die Hoffnungen aber auch Befürchtungen aufkommen lassen. Zumindest akzeptabel ist ein Werk in der letzten Formgebung dieses Stoffes, dass Fragen aufwirft, die unsere Gegenwart kritisch beleuchten! Und es ist ja ein Werk entstanden, welches aus unserer Zeit heraus entstanden ist, kreativ die Zeitgenossenschaft im Heute im Auge behält, dabei aber den möglichen Menschen in der möglichen Zukunft Eugallas entwirft. Und es ist so, dass die realistische Denkweise im Werk das Fiktive in Eugallas Zukunft ermöglicht. Doch – und das ist wichtig! - alles real Zukünftige ist stets auch in Ungewissheit getränkt, so lange wir es als Menschen der Gegenwart sich entwickeln lassen. Das ist sehr interessant, weil Ungewissheit unbekannte Chancen und Risiken in sich birgt. Was wird kommen, was gehen? Nur zu gern sehen wir die real vor uns stehende Zukunft – alles sich momentan Ereignende als Schon-Zukünftiges – als eine lineare Aufwärts-Entwicklung zum Positiven hin. Insofern ist ein Theaterstück wie „Eugalla“ die Forderung an den Verfasser und die später mit ihm befassten Kreativen, im Theaterstück ganz konkret zu werden, mithin realistisch, denn jede, auch die wissenschaftliche Prognose als eine Art der Vorhersage des Zukünftigen kann das gar nicht bewirken. Konkretes ist wahrhaftig bloß in der Fiktion möglich, hier in einem Theaterstück.
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